Klingenbach (kroatisch:''Klimpuh'', ungarisch: ''Kelénpatak'') ist eine gemischtsprachige Gemeinde im
Burgenland im
Bezirk Eisenstadt-Umgebung in
Österreich. Ein
Grenzübergang nach
Ungarn ist nach Klingenbach benannt.
Geografie
Die Gemeinde liegt im nördlichen Burgenland nahe der Landeshauptstadt
Eisenstadt. Klingenbach ist der einzige Ort in der Gemeinde.
Geschichte
Nachdem der Ort 1529 im Zuge der ersten Wiener Türkenbelagerung zerstört worden war, wurde er von
Burgenland-Kroaten wiederbesiedelt. Klingenbach gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu
Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der
Magyarisierungspolitik der Regierung in
Budapest der ungarische Ortsname Kelénpatok verwendet werden. Nach Ende des ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch
Geschichte des Burgenlandes).
Bevölkerung
Die Gemeinde hat nach der Volkszählung 2001 1.189 Einwohner, von denen sich 73,1% zur burgenlandkroatischen Volksgruppe bekennen (zusätzlich geben 9,3% Kroatisch als Umgangssprache an). Der Anteil der deutschsprachigen Volksgruppe beträgt 9,3%.Der Großteil der Einwohner von Klingenbach (89,2%) bekennt sich zur römisch-katholische Kirche, zur orthodoxen Kirche und zum
Islam jeweils 2,5%.
Politik
Bürgermeister ist Johann Frank von der SPÖ. Amtsleiter ist Eduard Eisner. Die Mandatsverteilung (15 Sitze) in der Gemeindevertretung ist
SPÖ 10,
ÖVP 5,
FPÖ 0, Grüne 0 und andere Listen 0 Mandate.
Wappen
Blasonierung: Eine goldene Klinge im roten Feld.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Die urkundlich erstmals 1276 genannte Pfarrkirche wurde nach der Zerstörung durch die Türken Ende des 17. Jahrhunderts wiedererrichtet. 1975 erfolgte ein Neubau der Pfarrkirche. Die dortige Marienstatue wurde um 1730 geschaffen.